Neugestaltung EKS Laatzen-Mitte

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Laatzen 26. Februar 2018

Öffentliche Ausschußsitzung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Feuerschutz

Ausschuß ignoriert Bürgerwillen!

In der Bürgerfragestunde zur Neugestaltung des Erich Kästner-Schulzentrums in Laatzen-Mitte

hagelte es Proteste zu der von der Ausschuss-Mehrheit festgelegten Planungs-Variante III

Die Neugestaltung des EKS ist für Laatzen von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Die exponierte Lage des zur Verfügung stehenden Grundstückes im Zentrum von Laatzen-Mitte erfordert eine besonders sorgfältige Planung. Dabei muss im Vordergrund stehen, dass die Funktion „Schule“ maßgeblich ist für Lage und Gestaltung der erforderlichen Bauwerke.

Diese allgemeingültige und von allen Fachleuten anerkannte „Formel“ ist in den Entscheidungen des Fachausschusses bedauerlicher Weise nirgends erkennbar. Offensichtlich wird sogar der Faktor Kosten hinten angestellt, wenn partei-ideologische Überlegungen der Maßstab aller Dinge sind. Erschreckend ist dabei, wie die Ausschussmitglieder mit der Meinung der direkt betroffenen Lehrer umgehen. Stattdessen müßte es selbstverständlich sein, die Menschen mit einzubeziehen, deren Lebensmittelpunkt die zu errichtende Schule zukünftig sein wird, während hier qualifizierte Meinungen geringschätzig abgetan werden. Höhepunkt der Ignoranz ist dann die Frage eines maßgeblichen Aus-schussmitglieds ob denn die Bürgerfragestunde nicht bald ein Ende habe!

Eine erstaunliche Abweichung von der stromlinienförmigen, vorgegebenen Mehrheitsmeinung haben zwei Besucher der Ausschußsitzung geäußert, die forderten, den pädagogischen Belangen eindeutigen Vorrang einzuräumen und gleich-zeitig streng auf die Kostenentwicklung zu achten. Dass diese Bemerkungen von bekannten Mitgliedern der „Grünen“ geäußert wurden, verleiht dem Inhalt besonderes Gewicht!

Wenn jetzt in Verbindung mit dem Neubau plötzlich eine Wohnbebauung auf dem Schulgrundstück propagiert, oder gar schon als „entschieden“ deklariert wird, dann sollten die Bürger äußerst aufmerksam werden, welche Motivation zu solchen Fehlentscheidungen führt! Wird hier einem Wunschtraum der Mehrheitsfraktion nach einer eigenen, nicht finanzierbaren Laatzener Wohnungsbaugesellschaft womöglich Vorschub geleistet?

In unmittelbarer Nähe des Erich Kästner-Schulzentrum befinden sich in der Stadtmitte Laatzens das Rathaus und das Stadthaus mit Kindergarten. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass sowohl Besucher des Rathauses, vor allem aber Besucher von Veranstaltungen im Stadthaus, aber auch Kindergarten-Eltern die vorhandenen EKS-Parkplätze direkt an der Marktstraße nutzen. Hinzu kommen Teilnehmer an häufigen Veranstaltungen unter-schiedlichster Art, die im Erich Kästner-Schulzentrum stattfinden und die ansonsten anderweitig kaum Parkmöglichkeiten haben. Es gibt Grund zur Besorgnis, dass in dem Zeitungsartikel über die Ausschusssitzung das Thema Parkplätze mit keinem Wort erwähnt ist. Wenn das der Beginn einer Kampagne ist, die Parkplätze vergessen zu machen, um stillschweigend die Wohnbebauung im Gedächtnis der Bürgerinnen und Bürger zu verankern, dann sollten eben diese besonders hellhörig werden!

Den alles beherrschenden Parteien könnte man natürlich sogar zutrauen, dass hier klammheimlich eine weitreichende Zukunftsstrategie verwirklicht werden soll, den Autoverkehr in Laatzen ganz abzuschaffen!! – Anderseits stellt sich die Frage, ob man der Mehrheitsfraktionen im Rat wirklich so viel strategischen Weitblick unterstellen kann!

 

FORUM 2014 plädiert dafür, aus dem Schulneubau keine „eierlegende Wollmilchsau“ zu machen,sondern

die schulischen Belange in den Mittelpunkt zu stellen,

• den Wohnungsbau aus diesem Projekt gänzlich auszugliedern und

• die Parkplätze unbedingt zu erhalten

 

Als Bürgerverein sind wir davon überzeugt, dass stets sachliche Gesichtspunkte den Ausschlag geben müssen und dass Betroffene und Bürger mit ihrer Meinung in das Projekt mit einzubeziehen sind, anstatt nur als Alibifunktion herhalten zu müssen.

 

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