VH_Die_europäische_Flüchtlingskrise

| de

Europa und die Flüchtlingskrise

Ursachen ... Auswirkungen ... Hintergründe

 

Als im Jahr 1945 - nach Beendigung des 2. Weltkriegs - große Teile Europas und vornehmlich das damalige Dritte Reich in Schutt und Asche lagen, hatte es zunächst den Anschein, dass Europa in den Wirren und an den Folgen des Krieges unterzugehen drohte! Für die davon betroffenen war es aus damaliger Sicht schwer einschätzbar, welchen Weg dieser Kontinent künftig in seiner Entwicklung einmal nehmen wird?

Heute - gut siebzig Jahre später - wissen wir, es gibt eine Europäische Union mit achtundzwanzig Mitgliedsstaaten, in deren Mitte - im Herzen - die heutige Bundesrepublik Deutschland liegt, die zur stärksten Wirtschaftsmacht innerhalb der EU aufgestiegen ist.

Europa hat es zudem geschafft, den Frieden in dieser Region für eine so erstaunlich lange Zeit zu wahren! Man kann nur hoffen, dass dieses noch möglichst lange anhält. Diese Friedens-Epoche hat es in jüngster Zeitgeschichte bislang noch nie gegeben. Ein friedvolles, starkes Europa ist nicht nur für die Europäische Gemeinschaft von Nutzen, sondern stabilisiert auch unseren Raum, in dem wir leben!. In Summe: Die EU ist unverzichtbar für die Sicherung von Frieden und Freiheit, sowie politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Das ist ein Gewinn für uns alle.

 

 

 

 

 

 

 

Der Arabische Frühling

Gegen Ende des Jahr 2010 entstand erstmals in Tunesien eine Bürgerbewegung, die mehr Freiheit und mehr Rechte für die Bürger von dem dort herrschenden Regime einforderte. Diese Bewegung war der Beginn einer Reihe von Protesten, Aufständen und Revolutionen, die sich gegen die totalitär herrschenden Regime in der arabischen Welt richteten. Von Nord-Afrika ausgehend, erreichte diese Welle des Arabischen Frühlings wie ein Lauffeuer alsbald auch den Nahen Osten und damit Syrien.

Seit März 2011 fordert die syrische Protestbewegung den Sturz der Regierung unter Präsident Baschar al-Assad. Von Beginn an ließ Baschar al-Assad zur Erhaltung und Stützung seines Machtapparates die Sicherheitskräfte mit äußerster Brutalität gegen die Opposition vorgehen. Damit begann der syrische Bürgerkrieg, der bis heute andauert. Viele Menschen wurden inzwischen verhaftet, brutal gefoltert und getötet; oder gelten als vermißt!

Der Arabische Frühling war somit Auslöser für unsagbares Leid und Elend, denen Zehntausende von Menschen durch Terror und Gewalt zum Opfern fielen. Machte Millionen Menschen zu Fluchtlingen, die ihr Land verlassen mußten, um sich den Wirren des dort herrschenden Krieges zu entziehen.

Die syrische Freiheitsbewegung und die Auswirkungen des Handelns von Baschar al-Assad

Derzeit befinden sich zirka 350.000 Syrer in der Gewalt syrischer Sicherheitskräfte! Insgesamt hat der syrische Bürgerkrieg mittlerweile ein unbeschreibliches Ausmaß erreicht: Über 250.000 Menschen wurden bisher getötet und mehr als 13 Millionen Syrer zu Flüchtlingen gemacht! Das entspricht ca. der Hälfte der syrischen Bevölkerung. Während zirka 3,5 Millionen Syrer in Flüchtlingslagern unmittelbar jenseits der syrischen Grenzen in Jordanien, Libanon und der Türkei ausharren, sind in Syrien selber noch immer rund 10 Millionen Menschen auf der Flucht.

 

 

 

 

 

Kann Europa das Problem solidarisch lösen?

Um den Kriegswirren in ihrer Heimat lebend zu entrinnen, verlassen gleichzeitig Zehntausende Menschen ihr Land!

Ziel der Flüchtenden ist, ein sicheres Land zu erreichen, in dem sie wieder ein ungefährdetes Leben in Freiheit und Sicherheit führen können. Gerade die nordeuropäischen Staaten sind für Asylsuchende vorrangige Zielländer, weil hier schon zahlreiche ihrer Landsleute Aufnahme gefunden haben.

Erfreute sich anfangs Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik noch einer breiten Zustimmung von Politik und Bevölkerung, so hat sich mittlerweile das Blatt entschieden gewendet. Über die Hälfte der Bundesbürger, ebenso wie auch zahlreiche Politiker sind eindeutig gegen das starre Festhalten an ihrem Kurs. Sie sehen das Ganze äußerst kritisch und fordern daher ein Umlenken in der Flüchtlingspolitik! Flüchtlinge sollten keinesfalls mehr unbegrenzt passieren, weil durch einen unentwegt anhaltenden Flüchtlingsstrom Länder, Städte und Gemeinden deutlich damit die Grenzen ihres Machbaren überschreiten und allesamt somit schlichtweg überfordert sind!

Doch im Gegenteil, Bundeskanzlerin Angela Merkel ist weiterhin fest von ihrem Kurs überzeugt, und wünscht die ankommenden Flüchtlinge nach festen Quoten auf die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zu verteilen. Durch ihr Vorpreschen in dieser Sache hat sie jeglichen politischen Rückhalt in der Europäischen Union verloren und es ist zu befürchten, dass sie damit die Bundesrepublik Deutschland innerhalb der EU isoliert!

Die Abriegelung der Grenze Mazedoniens zu Griechenland sowie die Schließung der westlichen Balkan-Route für Flüchtlinge drückt aus, wie andere Mitgliedstaaten in der EU die Lösung des europäischen Flüchtlingsproblems sehen.

Unter dem Eindruck des unübersehbar gewordenen Zustroms an Asylsuchenden hat eine Blockadehaltung den europäischen Gemeinschafts-Gedanken abgelöst. Bis heute herrscht unter den europäischen Mitgliedstaaten auch keineswegs mehr Einigkeit darüber, wie eine gerechte Verteilung aussehen könnte. Ebenso ist strittig, wie künftig eine Absicherung der europäischen Grenzen überhaupt aussehen soll und wie dieses umgesetzt werden kann.

Bleibt abzuwarten, ob gerade die Türkei in der Lage ist, die an sie gestellten Erwartungen hinsichtlich der europäischen Grenzsicherung zu erfüllen, um somit die erhoffte Wende in die Lösung des europäischen Flüchtlingsproblems zu bringen?

FORUM 2014 e.V. | Lange Weihe 51m | 30880 Laatzen | Telefon: +49 (0) 5 11 - 82 43 79 | E-Mail forum2014-laatzen@web.de | web www.forum2014

 

Mit unserer Seite "aktuell" werden die Laatzener Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich über die neuesten Vorhaben sowie die aktuellsten Entwicklungen des Bürgervereins FORUM 2014 e.V. informiert.

__________________________________________________________________